Wie in Deutschland die Waldorf Schulen sind auch in Österreich die Montessori Schulen was ganz Besonderes, was sich auf den Aufbau der Schulen und den Lernmethoden bezieht. Diese Schulen bieten natürlich Bildung, Information sowie Kommunikation für alle, wobei Kindergartenkinder und ebenso Erwachsene, eingeschlossen sind. Das Montessori Zentrum wurde 1995 gegründet und fasst seitdem vielerlei unter seinem Dach zusammen.
Die unterschiedlichen Bereiche sind
ÖMG – das ist die Österreichische Montessori Gesellschaft, die den Dachverband bildet.
Die Montessori Akademie, die für die Erwachsenenbildung steht.
Das Montessori Kinderhaus und die erste Montessori Schule in Wien.
Montessori Praxis, wo Beratungen und Coaching stattfinden.
Der Montessori Shop, der eine Lehrmittelhandlung für Fachbücher beherbergt.
Erwachsenen Bildung
Diese vielen Bereiche sagen schon viel über die Montessori Schulen aus, wozu auch der internationale anerkannte Standard gehört. Die breit gefächerte Ausbildung bezieht sich nicht nur auf die Kinder, sondern kann auch von den Eltern wahrgenommen werden. Die Schulen setzen auf gut ausgebildete Pädagoginnen, die hier eine Diplomausbildung zur Montessori Lehrerinnen sowie Lehrer, machen können. Wer dieses Diplom erlangt hat, befindet sich auf internationalem Stand und hat das Wissen und ebenso das Können, mit Kindern im Alter von 6 – 12 Jahren zu arbeiten.
Die Pädagogik der Maria Montessori
Der Mittelpunkt ist das Kind, das geführt aber nicht festgehalten werden soll. Die Kinder sollen sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln und einen Freiraum genießen, der aber innerhalb der Rahmenbedingungen der Schule ist. Das fängt im Kinderhaus an und setzt sich in der Vorschule und in den nächsten Stufen fort.
Die Entwicklung der Kinder in den Montessori Schulen beginnt mit 6 Monaten in den Spielräumen, wo sie sich bis zum 3. Lebensjahr schon zu kleinen Persönlichkeiten entwickeln können. Die Eltern werden natürlich mit einbezogen und auf den Eltern Runden werden Diskussionen angeregt und Erfahrungen ausgetauscht. Das ist der Anfang der Erziehung in den Montessori Schulen.
Lehrmethoden an den Montessori Schulen
Der Lehrplan im Einzelnen besteht aus mehreren Komponenten, die wie folgt aufgegliedert sind.
Eine circa 3 Stunden dauernde Freiarbeit, wo die Kinder die Arbeit und den Arbeitsplatz sowie ihre Partner selbstständig wählen können. Wenn da Konflikte entstehen, sind die speziell für Konfliktlösungen ausgebildeten Pädagogen bereit, als Vermittler in der Kommunikation zu fungieren.
Zu vorbereiteten Workshops können sich die Schüler und Schülerinnen anmelden, was Versuche, Musizieren, Malen, Werken und vieles mehr sein kann. Das sind schöpferische Aktivitäten, die, die Talente der einzelnen Schüler und Schülerinnen hervortreten lassen sollen.
Auf Fremdsprachen wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Ab der 1. Stufe wird Englisch und ab der 7. Stufe Französisch gelehrt, was Pflichtfächer sind. Die Pädagogen stammen alle aus den Ländern, deren Sprache vermittelt werden soll.
Religionsfreiheit ist absolut gewährleistet, was sich darin zeigt, dass alle Glaubensrichtungen in Augenschein genommen werden.
Zur Unterstützung lebensnahen Lernens werden auch Reisen oder Exkursionen unternommen, die, die Geschichte fremder Kulturen den Schülerinnen und Schülern näher bringt.
An jedem Semesterende werden die Leistungen genau bewertet, sodass jeder seinen Bildungsstand kennt. Die Eltern werden zweimal jährlich in den Stand der gesamten schulischen Entwicklung ihrer Kinder unterrichtet, sodass sie eventuell auch mit eingreifen können.
Da das Lernen auf viel Selbstständigkeit, Eigeninitiative und ein selber bestimmtes Tempo beruht, macht es den Schülerinnen und Schülern auch Spaß, was sich am Ende auszahlt. Die Lernmethoden haben sich in den vielen Montessori Schulen schon bewährt und bergen dementsprechend kaum ein Risiko in vielerlei Hinsicht.